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Das ist der #DigitalCheckNRW

Der #DigitalCheckNRW ist ein Herzensprojekt der Landesregierung in NRW. Ziel ist es, digitale Teilhabe für alle Bürger*innen zu ermöglichen.

Über den Check könnt Ihr eure eigene Medienkompetenz prüfen und durch passendes Weiterbildungsangebot noch vorhandene Lücken schließen.

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Informationen für Eltern

Gemeinsam kompetent mit Medien leben – Liebe Eltern, ihr macht den Anfang.

Liebe Eltern, 

ihr legt einen Grundstein für die Entwicklung eurer Kinder und auch wie sie den Umgang mit Medien erfahren und erlernen. Eure Form der Medienerziehung ist damit wichtig und hierbei würden wir euch gern unterstützen! Denn oft ist es herausfordernd den Überblick bei der sich so schnell wandelnden Medienwelt zu behalten und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Es fehlt an Zeit und Ressourcen und manchmal auch an Lust. Aber Medienerziehung darf Spaß machen und das Erkunden von Medienwelten gemeinsam mit den Kindern kann die ganze Familie bereichern.

Mit dem #DigitalCheckNRW unterstützen wir euch, eure eigene Medienkompetenz zu stärken und geben euch Informationen und Materialien. So schafft ihr es euren Kindern einen digitalen Schutzraum zu ermöglichen und sie aber auch auf die Medienwelt vorzubereiten, damit sie sich zu informierten und befähigten Persönlichkeiten entwickeln. Ziel ist es die Medienkompetenz der gesamten Familie zu fördern.

Wir laden euch ein, unsere Website www.digitalcheck.nrw zu erkunden und unseren kostenlosen Online-Selbsttest zu machen. 

Euer #DigitalCheckNRW-Team

Gemeinsam in der Medienerziehung: Eltern stärken

„Mama, darf ich MarioKart spielen?“ „Papa, ich will auch ein Handy. Alle meine Freunde sind schon online.“ „Dreißig Minuten, aber dann ist Schluss.“ 

Solche oder ähnliche Gespräche führen Eltern mit ihren Kindern, wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben. Sobald der Wunsch nach Mediennutzung bei Kindern aufkommt, werden Eltern oft unsicher, was zu tun ist und wie sie sich dazu am besten verhalten sollen. Sie sind zwischen dem Wunsch nach Schutz des Kindes und seinen Bedürfnissen hin- und hergerissen. 

Kinder- und Jugendwelten sind heute stark digital geprägt. Und umgekehrt: Digitalisierte Welten sind auch Kinder- und Jugendwelten. Online und offline sind miteinander verwoben und nicht mehr trennbar voneinander. Daher sind Eltern mehr denn je gefordert, sich mit der Mediennutzung der Kinder zu beschäftigen. 

Und zwar von Anfang an: Schon im Babyalter erleben Kinder den Umgang mit Medien. Sie beobachten, wie ihre Eltern mit dem Smartphone agieren, wie oft das Tablet oder der Fernseher genutzt werden. In jungen Jahren imitieren die Kinder lediglich das Verhalten in ihrem Umfeld und erleben Medien so, wie ihre Eltern den Zugang und Umgang ermöglichen. So machen sie eigene Medienerfahrungen, konsumieren erste Videos, identifizieren sich mit Medienheld*innen und spielen das Gesehene nach. Insbesondere im jüngeren Kindesalter haben Eltern noch viel Einfluss: Da muss die Medienerziehung bereits beginnen! So wie Kinder eine gesunde Lebensweise und Ernährung erlernen und im Straßenverkehr klarkommen müssen, braucht auch der Umgang mit Medien Übung, Begleitung und manchmal das Eingreifen der Eltern. Das alles ist Teil des kindlichen Aufwachsens und Erkundens ihrer Lebenswelt. 

Medienerziehung ist auch Beziehungsarbeit, denn je älter die Kinder werden, desto wichtiger wird es, dass sie die Eltern als Vertrauenspersonen zu Rate ziehen, wenn ihnen im Internet oder auf Social Media Dinge begegnen, die sie überfordern, belasten oder Scham erzeugen. 

In etwa ab der Grundschule wird das Thema Smartphone für Familien wichtiger – je nachdem, wie das Umfeld der Kinder damit umgeht. Spätestens dann und besser davor müssen sich Eltern mit dem Thema auseinandersetzen und eine klare Haltung entwickeln. Ab wann wollen sie dem Kind ein Smartphone zur Verfügung stellen? Welche Regeln gehen damit einher? Welche Apps und Funktionen darf das Kind nutzen? Hier gilt es, sich nicht erst auf den letzten Drücker zu informieren und gemeinsam mit den Kindern gute Regeln aufzustellen. (Siehe unsere Artikel: “Das erste Smartphone deines Kindes - Bist du bereit?”) 

Der Einfluss der Eltern auf die jugendliche Mediennutzung wird mit zunehmendem Alter der Kinder immer schwieriger und die Erziehung wandelt sich zur Begleitung. Doch Jugendliche sehnen sich nach dem Interesse der Eltern, wenn es z. B. um die eigene Mediennutzung geht, denn sie ist ein wichtiger Teil ihres Lebens. 

Dieses Bild wurde mit KI erstellt und zeigt keine realen Personen. Quelle: midjourney

Was können Eltern tun?

Wer als Eltern stetige Neugierde und Offenheit gegenüber der jugendlichen Mediennutzung zeigt, bleibt upto-date und baut zudem eine Beziehung zu seinen Kindern auf, die dann wissen: „Wenn mir etwas im Internet begegnet, kann ich das mit meinen Eltern teilen.“

Ziel von Medienerziehung ist, dass sich Kinder und Jugendliche zu informierten und (auch digital) selbstbestimmten, mündigen Persönlichkeiten entwickeln, die sich und ihre Mediennutzung regulieren und Medien für sich und ihre Bedürfnisse kritisch, kreativ und konstruktiv nutzen können. Dies bereitet die junge Generation auch auf die Berufswelt und alle möglichen Alltagssituationen vor, die immer mehr von sich rasant weiterentwickelnder Technologie geprägt sind. 

Mit diesen Herausforderungen bist du als Elternteil früher oder später vermutlich konfrontiert: 

1. Kinder nutzen Medien anders. Kennst du die digitalen Welten deiner Kinder?

Trends, Apps, Games und Plattformen ändern sich schnell – Kinder sind häufig experimentierfreudiger und nicht selten auch technisch versierter als ihre Eltern. Dafür haben letztere mehr Lebenserfahrung. Sich stetig zu informieren, aber auch Kinder und Jugendliche zu fragen und Interesse zu zeigen, ist essenziell.

2. Freiheit und Schutz – Kinder brauchen beides

Sie benötigen Raum zum Ausprobieren, aber auch Orientierung, Begleitung und Schutz vor schwierigen Inhalten. Die Balance zwischen Begleiten und Kontrollieren ist dabei besonders wichtig. 

3. Familienregeln und Mitspracherecht der Kinder fördern

Klare Regeln zur Mediennutzung helfen dem Zeitmanagement der Familie. Wann ist es zu viel? Was ist nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich sinnvoll? Ab einem bestimmten Alter dürfen Kinder mitbestimmen und die Bildschirmzeiten dürfen sich mit dem Alter des Kindes peu à peu erhöhen. 

4. Risiken einschätzen erfordert Unterstützung

Cybermobbing, Grooming, Falschnachrichten und Desinformation, In-App-Käufe, Datenmissbrauch usw. Kinder sind Online-Risiken ausgesetzt, denn Algorithmen spielen oft Inhalte aus, die nicht für Kinder gemacht sind. Ohne Scham sollten sie zu ihren Eltern gehen und um Unterstützung bitten können. Und im Notfall müssen Eltern handeln, zur Polizei gehen oder Strafanzeige erstatten, wenn dies notwendig ist.

5. Eltern sind Vorbilder

Kinder achten darauf, wie Eltern Medien nutzen. Wenn Erwachsene viel am Smartphone hängen, wird es schwer, glaubwürdig strenge Regeln mit stark eingeschränkten Handyzeiten zu vermitteln. Insbesondere jüngere Kinder adaptieren das Verhalten der Eltern. Ältere Kinder und Jugendliche brauchen Vorbilder, aber auch Vertrauenspersonen, an die sich wenden können. 

6. Medienerziehung ist Beziehungsarbeit

„Nur noch fünf Minuten!“ Diskussionen, Frust und Machtkämpfe sind keine Seltenheit – und belasten Beziehungen. Aber Vertrauen aufzubauen, sichere Räume zu schaffen, gemeinsame Medienzeit und Medienerlebnisse einzuplanen, kann das Familienleben bereichern.

7. Familienstrukturen – Ressourcen und Zeit

Patchwork, Großeltern, andere Betreuungspersonen – Medienregeln funktionieren nur, wenn sie gemeinsam getragen werden und wenn sich alle bewusste Zeit nehmen, die Kinder zu begleiten. 

Medienerziehung fördert die Medienkompetenz der ganzen Familie. Kinder sollten als Expert*innen ihrer Lebenswelt wahrgenommen werden, aber die Rolle der Eltern bleibt trotzdem immer wichtig.

Elternpower digital: gut informiert kann gut begleiten!
Lerne dazu mit dem #DigitalCheckNRW.

Weitere Informationen:

Artikel

Das erste Smartphone deines Kindes - Bist du bereit?

Irgendwann kommt in fast jeder Familie der Moment, in dem sich ein Kind ein eigenes Smartphone wünscht oder in dem Eltern sich besser fühlen, wenn das Kind ein Smartphone bei sich trägt. Wir sagen euch, worauf ihr achten könnt!
Hier lesen!

Kinder haben Rechte! Kinderfotos, Videos und Stimmen im Netz

Foto- und Videoaufnahmen von den eigenen Kindern gehören für viele Familien zum Alltag. Doch es gibt gute Gründe, keine Bilder von seinen Kindern im Netz haben zu wollen. Hier sagen wir dir, wieso!
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Kinderfotos im Netz - Darum ist Vorsicht wichtig!

Fotos und Videos von den eigenen Kindern zu machen gehört für viele Familien zum Alltag. Trotzdem ist es wichtig, einen Moment innezuhalten und vorm Hochladen in den WhatsApp-Status oder posten in Social Media bewusst zu überlegen: Was sind gute Gründe, um keine Bilder von Kindern ins Internet zu stellen. Im Video erfahrt ihr mehr.

Wann ist dein Kind bereit für's erste Smartphone?

Doch vielleicht lautet die Frage eher: Wann sind wir als Familie bereit für das erste Smartphone? Im Video geben wir euch hilfreiche Tipps und Richtlinien, um den besten Zeitpunkt fürs erste Smartphone gemeinsam herauszufinden. 

 

Hier gibt es noch mehr Videos zu verschiedenen Themen. 

Magazin

Das Magazin #digitalweiterwissen zum Thema "Medien und Familie" (Ausgabe 05 | 2026)

Hier kannst du das Magazin lesen und herunterladen.

Ab März 2026 als Druckversion bei uns erhältlich.

Infoflyer

Unser Infoflyer “Medien und Familie”.

Bestellungen sind per E-Mail möglich. 

Download (PDF) Infoflyer

Links und Empfehlungen

 

FragFinn - Eine Website für Kinder. Die Vision: eine sichere und inspirierende digitale Welt für alle Kinder, in der sie unbeschwert lernen, spielen und wachsen können.

https://www.fragfinn.de/

 

Flimmo - ein Elternratgeber für TV, Streaming, YouTube/TikTok/Instagram und Kino. FLIMMO möchte Eltern unterstützen, bei der Fülle an Angeboten den Überblick zu behalten und altersgerecht auszuwählen.

https://www.flimmo.de/

 

Internet-ABC - Der Internet-ABC e. V. steht Ihnen als Partner für verlässliche Orientierung und sichere Begleitung in der digitalen Welt zur Seite. Wir unterstützen Kinder, Eltern und Lehrkräfte dabei, ein besseres Verständnis für die Chancen und Herausforderungen des Internets zu entwickeln. 

https://www.internet-abc.de/

 

Mediennutzungsvertrag - Hier kann gemeinsam ein Vertrag für die Nutzung von Medien in der Familie erstellt werde. Ein Projekt von klicksafe und dem Internet-ABC.

https://www.mediennutzungsvertrag.de/

 

Medien kindersicher - Ein Portal zum technischen Jugendmedienschutz. Medien-kindersicher.de informiert Eltern über technische Schutzlösungen für die Geräte, Dienste und Apps ihres Kindes.

www.medien-kindersicher.de/startseite

 

MekoKita - Ein Angebot zur frühkindlichen Medienerziehung in Kita und Grundschule. Der MekoKitaService gibt Anregungen und praktische Ideen, wie Medienpädagogik in Bildungseinrichtungen, wie Kita, Familienzentrum und Grundschule umgesetzt werden kann.

https://mekokita.gmk-net.de/

 

Seitenstark - Ein Netzwerk aus Kinderwebseiten: Rund 60 Seiten sind dabei. Sicher für dich. Alle Kinderseiten achten auf deine Sicherheit. Vielfältig und bunt: Es gibt Infos, Spiele, Spaß oder Wissen.

https://seitenstark.de/