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Das ist der #DigitalCheckNRW

Der #DigitalCheckNRW ist ein Herzensprojekt der Landesregierung in NRW. Ziel ist es, digitale Teilhabe für alle Bürger*innen zu ermöglichen.

Über den Check könnt Ihr eure eigene Medienkompetenz prüfen und durch passendes Weiterbildungsangebot noch vorhandene Lücken schließen.

Analysieren & Reflektieren

Meine (Medien)Zeit sinnvoll nutzen

Methodenblatt Kompetenzbereich 5

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Noch schnell zum nächsten Meeting, E-Mails beantworten, Sport nicht vergessen, Einkaufen bevor die Geschäfte schließen und dann zum gemeinsamen Essen mit Freund*innen – unser Alltag ist oft eng getaktet. Digitale Medien können uns als Kommunikations- und Organisationshilfe hierbei unterstützen. Sie können aber auch schnell zum Pausenfüller oder zur Ablenkung im stressigen und anspruchsvollen Alltag werden.

Wie viel Zeit nehmen Medien tatsächlich in unserem Alltag ein? Wie oft nehmen wir das Smartphone (unbewusst) in die Hand, nutzen Streaming-Dienste über Tablet und Co., scrollen durch Social-Media-Profile, shoppen online oder bitten unsere Sprachassistenz um Auskunft?

Eine bewusstere Mediennutzung ist daher oft sinnvoll. Welche Möglichkeiten haben wir, um die eigene Mediennutzung bewusster zu gestalten? Das folgende Material enthält Ideen und Anregungen für eine selbstreflektierte und selbstregulierte Mediennutzung.

Ziele

Das können Ihre Teilnehmenden mitnehmen:

  • Auseinandersetzung mit der eigenen Mediennutzung
  • Reflektion der eigenen Mediennutzung
  • Anregungen für ein gesundes Verhalten mit Medien

Einstieg: Spiele zur Reflexion

Welches digitale Medium nutze ich am meisten?

Um herauszufinden, welchen Stellenwert digitale Medien im Alltag der Teilnehmenden einnehmen, kann zu Beginn ein Bewusstseinsspiel durchgeführt werden.

Schreiben Sie hierfür verschiedene digitale Geräte an das Whiteboard/die Tafel (z.B.: Smartphone, Tablet, Computer, Sprachassistenz). Bitten Sie die Teilnehmenden, eine Markierung wie einen Punkt oder einen Aufkleber unter die von ihnen genutzte Medien zu setzen.

Dadurch erhalten Sie und die Teilnehmenden einen schnellen Überblick, welche digitalen Medien die Teilnehmenden vorwiegend nutzen.

Wie viel Zeit verbringe ich mit dem Konsum digitaler Medien?

Im zweiten Schritt soll mithilfe einer grafischen Darstellung ermittelt werden, welches digitale Gerät bzw. welche Art der Mediennutzung jeweils wie viel Zeit im Alltag der Teilnehmenden einnimmt.

Hierfür alle Teilnehmenden ein vorbereitetes DIN A4-Blatt mit einem leeren Kreis ("Torte") und verschiedenfarbige Stifte.

Der Arbeitsauftrag lautet:

Tragen Sie in Form von farbigen „Tortenstücken“ ein, welches digitale Medium/welche Art der Mediennutzung Sie am häufigsten/am wenigsten während eines Tages nutzen.

Tipp:
Für die Teilnehmenden kann es hilfreich sein, wenn sie an dieser Stelle ein paar Ideen erhalten, um welche Medien/-nutzung es dabei gehen könnte (z.B.: Smartphone, Laptop, Social-Media-Kanäle, Streaming-Dienste).

 

Methode 1: Tagebuch zur Mediennutzung

Dieses eignet sich gut als Hausaufgabe zwischen den Stunden. Lassen Sie die Teilnehmenden ein Tagebuch darüber führen, wann und wie lange sie welche Medien nutzen, und was sie mit diesen jeweils tun. Nutzen sie die Medien eher konsumierend, kreativ oder zum Spielen, Lernen und Kommunizieren? So wird deutlich, wie unbewusst wir manchmal bei der Mediennutzung sind.

Durch die spielerische Herangehensweise können Sie gut mit den Teilnehmenden ins Gespräch kommen.  Diese erhalten dabei Gelegenheit, sich mit ihrer persönlichen Mediennutzung und Nutzungsdauer auseinanderzusetzen, um sich diese bewusst zu machen.

Methode 2: Reflexion – Welche Anzeichen und Risiken einer intensiven Mediennutzungsdauer gibt es?

Tauschen Sie sich mit den Teilnehmenden über die Anzeichen und Risiken einer intensiven Mediennutzungsdauer aus:

Was macht es mit ihnen, wenn sie mal Ihr Smartphone zu Hause vergessen haben? Wie fühlen sie sich, wenn sie abends den Fernseher ein mal auslassen? Wie geht es den Teilnehmenden, wenn sie stundenlang durch die Profile bei Social Media gescrollt haben?

Betrachten Sie auch gemeinsam mit Ihren Teilnehmenden → 5 Level des #DigitalCheckNRW-Tests, und gehen Sie die einzelnen Antwortmöglichkeiten durch.

Wichtig:
Das Ziel dabei ist nicht Medien aus unserem Alltag zu entfernen oder ständig ein Digital Detox durchzuführen, sondern einen reflektierten Umgang mit Medien zu erlernen und die Mediennutzung selbst regulieren zu können.

Methode 3: Wie kann ich meinen Umgang mit Medien gesund gestalten?

Sammeln Sie gemeinsam mit den Teilnehmenden Möglichkeiten für einen gesunden Medienkonsum und halten Sie diese am Whiteboard/an der Tafel fest. Ideen und Anregungen für eine reflektierte und selbstregulierte Mediennutzung bietet die Frage 5.4 Level 1 des #DigitalCheckNRW-Tests. Aus den Antworten ergeben sich die folgenden Möglichkeiten (siehe unten). Diese können Sie Schritt für Schritt mit den Teilnehmenden besprechen und auch ausprobieren.

 

Diese Möglichkeiten gibt es:

  • Bildschirmzeit einstellen (Einstellung für iPhone): Wo kann ich die Bildschirmzeit auf meinem Smartphone/Tablet einstellen? Zeigen Sie den Teilnehmenden die Einstellungsmöglichkeiten und wie sie diese individualisieren können.
  • „Digitales Wohlbefinden“/digital wellbeing nutzen (Einstellung für Android- Smartphone): Das digitale Wohlbefinden bietet die Möglichkeit, zeitliche Begrenzungen für einzelne Apps einzustellen. Diese Einstellungen können auf jedem Android-Smartphone individuell angepasst werden.
  • Zeiten festlegen (z.B. 10-15 Minuten für Social Media): Überlegen Sie gemeinsam mit den Teilnehmenden, wie viel Zeit sie für einzelne Medienaktivitäten aufbringen möchten. Die Teilnehmenden könnten an dieser Stelle einen individuellen Tagesplan erstellen, um festzulegen, wie viel Zeit sie mit der Nutzung einzelner Medien verbringen möchten.
  • Pausen/Wartezeiten ohne Smartphone gestalten: Überlegen Sie mit den Teilnehmenden, in welchen Situationen im Alltag z.B. das Smartphone auch mal in der Tasche bleiben könnte (z.B. beim Warten auf den Bus/beim Spaziergang/im Café)
  • Anzahl an Apps/Webseiten reduzieren: Häufig sind Displays überfüllt von Apps, und das Lesezeichen im Browser ist kaum noch zu durchblicken. Regen Sie die Teilnehmenden dazu an, ihre Apps/Webseiten unter die Lupe zu nehmen und zu überlegen, ob sie wirklich alle benötigen und nutzen. Und welche sie auch löschen können.

 

Zum Mitnehmen

Das Methodenblatt "Analysieren & Reflektieren" im PDF-Format

Weitere Methoden

01 Bedienen & Anwenden

Hilfe, ich brauche ein neues Smartphone – aber welches ist für mich das Richtige?

02 Informieren & Recherchieren

Suchmaschinen: Besser als Google geht’s doch!

03 Kommunizieren & Kooperieren

Digitale Kommunikation – ja, bitte! Aber wie?

04 Produzieren & Präsentieren

Kreativ – Digital – Fotoprodukte gestalten

06 Problemlösen & Modellieren

Webtracking, Cookies & Co – Was mach ich damit?

Alle Methoden auf einen Blick –
Lade dir die gesamte Methodensammlung herunter!