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Der #DigitalCheckNRW ist ein Herzensprojekt der Landesregierung in NRW. Ziel ist es, digitale Teilhabe für alle Bürger*innen zu ermöglichen.

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Cybersicherheit im Alltag – Das kannst du tun

IT-Sicherheit (auch Cybersicherheit genannt) betrifft heute nahezu jeden Menschen. Ob beim Online-Banking, Online-Shopping oder in sozialen Medien – bei vielen digitalen Aktivitäten werden Daten verarbeitet, die geschützt werden müssen. Während der Datenschutz persönliche Daten schützt, sorgt die IT-Sicherheit dafür, dass Geräte, Netzwerke und Systeme vor Angriffen sicher sind. Beide Bereiche ergänzen sich also. Schon einfache Maßnahmen können das Risiko eines Datenmissbrauchs deutlich verringern – du kannst sofort damit loslegen.

Warum ist IT-Sicherheit für mich wichtig?

Wir hinterlassen im Alltag viele digitale Spuren und diese Informationen sind sehr wertvoll. Wenn sie in falsche Hände gelangen, können sie für Betrug, Identitätsdiebstahl oder andere Straftaten verwendet werden. Außerdem werden persönliche Daten auch in großen Mengen gesammelt, um sie für Analysen zu verwenden oder an die Werbebranche zu verkaufen, wo deine Daten und Verhaltensweisen ausgewertet werden, um dir dann personalisierte Werbung (für dich oder deine Zielgruppe optimierte Produktanzeigen) zukommen zu lassen.

Deshalb ist es wichtig, dass du deine persönlichen Daten und die Zugänge zu deinen Daten, z. B. die Benutzerkonten (Accounts) auf Websites und in Apps schützt, vor allem wenn dort Daten wie Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Bankdaten hinterlegt sind. Damit schützt du nicht nur deine Privatsphäre, sondern minimierst auch das Risiko, dass deine Daten missbraucht werden oder sogar finanzielle Schäden für dich entstehen. Ein Restrisiko bleibt immer bestehen, da Kriminelle verschiedene „clevere“ Tricks anwenden, um in geschützte, z. B. durch Passwörter gesicherte, Bereiche zu gelangen, aber du solltest es ihnen auf keinen Fall unnötig einfach machen.

Welche Bedrohungen sind typisch?

Phishing:

Eine der häufigsten Maschen, um an deine Daten zu kommen, ist das so genannte Phishing. Dabei versenden Kriminelle E-Mails oder SMS, die z. B. angeblich von einer Bank, einem Onlineshop oder einem Paketdienst stammen. Ziel ist es, dich auf gefälschte Websites zu locken, damit du dort persönliche Daten oder Zugangsdaten eingibst. Diese Fälschungen zu erkennen, ist nicht immer leicht. Achte vor allem auf den Absender und den Tonfall: 

- Kommt die Nachricht von einer unseriös aussehenden E-Mail-Adresse

- Vielleicht kommt dir der Name des Absenders bekannt vor, aber ist die Schreibweise auch richtig

- Wirst du dazu aufgefordert, einen Link anzuklicken oder Daten anzugeben? 

- Wirst du dazu gedrängt, weil es sich angeblich um etwas ganz wichtiges handelt (z. B. dass dein Konto gesperrt werden soll, wenn du nicht sofort handelst)? 

Weitere Kriterien, an denen du Phishing erkennen kannst, kannst du in unserem Beitrag zum Thema „Phishing erkennen“ nachlesen!

Social Engineering:

Beim Social Engineering, was so viel bedeutet wie soziale Manipulation, werden Menschen als Schwachstelle für Betrugsmaschen ausgenutzt. Kriminelle geben sich beispielsweise als Polizist*innen, Bankmitarbeitende oderVerwandte aus. Ihr Ziel ist es vertrauliche Informationen (z. B. Zugangsdaten/Passwörter) oder Geld (sowohl in Bar als auch als Überweisung) zu erhalten. Dazu denken sie sich überzeugende Geschichten und Notfälle aus und teilweise kommen dabei sogar KI-generierte Stimmen zum Einsatz. Diese Masche ist auch als Enkeltrick oder Schockanruf bekannt. Aber auch E-Mails von vermeintlichen Arbeitskolleg*innen oder Chefs, die darum bitten eine Zahlung auszuführen oder ein Programm (in Wirklichkeit Schadsoftware) herunterzuladen, sind sehr typisch dafür. Zu erkennen ist diese Masche z. B. an der künstliche erzeugten Dringlichkeit oder ungewöhnlicher Neugierde nach Geheimnissen und persönlichen Daten.

Schadsoftware:

Dabei handelt es sich, z. B. um Viren oder Trojaner. Das sind kleine Computerprogramme, die sich selbstständig auf deinem Gerät installieren und es dann beeinflussen oder ausspähen. Diese können z. B. deine persönlichen Kontakte oder Passwörter auslesen, deine Kamera aktivieren oder auf deine Fotos und Videos zugreifen. Besonders schlimm ist es, wenn so genannte Ransomware eingesetzt wird, eine „Erpressersoftware“, die z. B. dein Gerät sperrt/verschlüsselt und funktionsunfähig macht, bis du ein Lösegeld bezahlst. Solche Schadprogramme verstecken sich meist in E-Mail-Anhängen und tarnen sich als Dokumente, z. B. als Rechnungen oder Fotos. Wenn du diese anklickst, installiert sich das Programm im Hintergrund, ohne dass du es merkst.

Datenlecks:

Manchmal hilft der größte Schutz seiner persönlichen Daten nicht, wenn die Systeme, in die sie eingegeben werden, selbst Schwachstellen haben und auf diese Weise Daten abgegriffen werden. Das kann passieren, wenn Kriminelle sich in Geräte und Programme einschleusen (engl.: hacken), wenn die Betreiber*innen digitaler Angebote Fehler machen und versehentlich Daten der Kund*innen veröffentlichen oder wenn die Datenübertragung z. B. die Eingabe eines Passworts, nicht ausreichend verschlüsselt und geschützt wird. Dieser fehlende Schutz lässt sich von außen nicht leicht erkennen, aber es gibt Hinweise darauf, z. B. wenn die Internetadresse mit „http“ anfängt, statt „https“ – denn das „s“ macht den Unterschied zwischen einem veralteten und neuerenVerschlüsselungsstandard von Websites.

Was kann ich tun?

 

Erst denken, dann klicken! Klicke nicht auf Links in E-Mails, wenn du den/die Absender*in nicht kennst. Wenn du unsicher bist, ob es sich um eine echte Nachricht handelt, dann kontaktiere die Person/das Unternehmen auf anderem Wege (z. B. telefonisch) und frage nach, ob die E-Mail tatsächlich von ihnen stammt.

Dateianhänge hinterfragen! Öffne keine Dateianhänge, wenn du nicht ganz sicher bist, dass sie unbedenklich sind. Schadsoftware tarnt sich zwar in allen möglichen Dateiformaten (pdf, docx, jpeg, …), aber wenn die Datei auf „exe“ endet, dann weißt du sicher, dass es sich um eine Software handelt.

Einige Dateianhänge besonders hinterfragen! Besonders Dokumente von Microsoft Office (Word: docx, Excel: xlsx, Powerpoint: pptx) verbergen häufig Schadsoftware, weil es dort über so genannte „Makros“ die Möglichkeit gibt, kleine wiederkehrende Aufgaben zu programmieren (z. B. eine bestimmte Formatierung von Tabellen). Makros können aber auch „böse“ Programmierungen enthalten, daher solltest du sie in deinem Office-Programm standardmäßig ausschalten (im Office-Programm: Optionen > Trust Center > Makroeinstellungen).

Gute Passwörter wählen! Verwende starke Passwörter mit mindestens 16 Zeichen und einer Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Ein so genannter Passwortmanager (z. B. KeePassXC oder Bitwarden) kann dir dabei helfen, viele sichere Passwörter zu verwalten, sodass du sie dir nicht einzeln merken musst.

Zwei-Faktor-Login nutzen! Aktiviere für Accounts, in denen du besonders sensible Daten und Kontodaten hinterlegt hast, immer die „Zwei-Faktor-Authentifizierung“. Das bedeutet, dass du zum Einloggen nicht nur ein Passwort brauchst, sondern einen weiteren Identifizierungsweg als zweiten Anmeldefaktor – das kann z. B. deine Handynummer oder E-Mailadresse sein. Wer nur dein Passwort kennt, kommt an der Stelle somit nicht in das System rein.

Updates durchführen! Mache regelmäßig Sicherheitsupdates auf deinen Geräten und in deinen Apps, damit die Schwachstellen in Programmen geschlossen werden – das ist wirklich wichtig. Große Unternehmen bezahlen sogar eigene Hacker dafür, dass sie nach Schwachstellen in ihren Systemen suchen, damit diese dann mit den nächsten Sicherheitsupdates geschlossen werden können.

Virenscanner nutzen! Nutze regelmäßig Virenscanner auf deinen Geräten, um nach Schadsoftware zu suchen. Informiere dich aber vorher, ob die Scanner seriös sind, denn um deine Geräte zu durchsuchen, brauchen sie selbst weitläufigen Zugriff auf dein System.

Backups erstellen! Erstelle regelmäßig Sicherheitskopien (Backups) deiner Daten. Das geht ganz einfach: Bei Laptops: Du steckst einfach ein Speichermedium, z. B. einen USB-Stick oder eine externe Festplatte mit ausreichend Speicherplatz für die Menge deiner Daten ein, öffnest den Ordner und kopierst deine Daten darauf. Sollte dein Gerät mal angegriffen und vielleicht sogar gesperrt werden, können die Erpresser*innen dir nichts anhaben, wenn du deine Daten vorher in Sicherheit gebracht hast.

 

Wichtig: Solltest du trotzdem mal von einem Angriff auf deine IT-Systeme betroffen sein: Wende dich an die Polizei! Auch schon dem leisesten Verdacht, dass du in kriminelle Machenschaften verwickelt sein könntest, solltest du nachgehen. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und „Cybgergewalt“ wird immer stärker geahndet!

Mach unseren Online-Selbsttest, um deine Kompetenzen im Bereich Cybersicherheit zu verbessern!
Stand: 27.07.2026
Autor*innen: Jessica Wawrzyniak