Erst denken, dann klicken! Klicke nicht auf Links in E-Mails, wenn du den/die Absender*in nicht kennst. Wenn du unsicher bist, ob es sich um eine echte Nachricht handelt, dann kontaktiere die Person/das Unternehmen auf anderem Wege (z. B. telefonisch) und frage nach, ob die E-Mail tatsächlich von ihnen stammt.
Dateianhänge hinterfragen! Öffne keine Dateianhänge, wenn du nicht ganz sicher bist, dass sie unbedenklich sind. Schadsoftware tarnt sich zwar in allen möglichen Dateiformaten (pdf, docx, jpeg, …), aber wenn die Datei auf „exe“ endet, dann weißt du sicher, dass es sich um eine Software handelt.
Einige Dateianhänge besonders hinterfragen! Besonders Dokumente von Microsoft Office (Word: docx, Excel: xlsx, Powerpoint: pptx) verbergen häufig Schadsoftware, weil es dort über so genannte „Makros“ die Möglichkeit gibt, kleine wiederkehrende Aufgaben zu programmieren (z. B. eine bestimmte Formatierung von Tabellen). Makros können aber auch „böse“ Programmierungen enthalten, daher solltest du sie in deinem Office-Programm standardmäßig ausschalten (im Office-Programm: Optionen > Trust Center > Makroeinstellungen).
Gute Passwörter wählen! Verwende starke Passwörter mit mindestens 16 Zeichen und einer Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Ein so genannter Passwortmanager (z. B. KeePassXC oder Bitwarden) kann dir dabei helfen, viele sichere Passwörter zu verwalten, sodass du sie dir nicht einzeln merken musst.
Zwei-Faktor-Login nutzen! Aktiviere für Accounts, in denen du besonders sensible Daten und Kontodaten hinterlegt hast, immer die „Zwei-Faktor-Authentifizierung“. Das bedeutet, dass du zum Einloggen nicht nur ein Passwort brauchst, sondern einen weiteren Identifizierungsweg als zweiten Anmeldefaktor – das kann z. B. deine Handynummer oder E-Mailadresse sein. Wer nur dein Passwort kennt, kommt an der Stelle somit nicht in das System rein.
Updates durchführen! Mache regelmäßig Sicherheitsupdates auf deinen Geräten und in deinen Apps, damit die Schwachstellen in Programmen geschlossen werden – das ist wirklich wichtig. Große Unternehmen bezahlen sogar eigene Hacker dafür, dass sie nach Schwachstellen in ihren Systemen suchen, damit diese dann mit den nächsten Sicherheitsupdates geschlossen werden können.
Virenscanner nutzen! Nutze regelmäßig Virenscanner auf deinen Geräten, um nach Schadsoftware zu suchen. Informiere dich aber vorher, ob die Scanner seriös sind, denn um deine Geräte zu durchsuchen, brauchen sie selbst weitläufigen Zugriff auf dein System.
Backups erstellen! Erstelle regelmäßig Sicherheitskopien (Backups) deiner Daten. Das geht ganz einfach: Bei Laptops: Du steckst einfach ein Speichermedium, z. B. einen USB-Stick oder eine externe Festplatte mit ausreichend Speicherplatz für die Menge deiner Daten ein, öffnest den Ordner und kopierst deine Daten darauf. Sollte dein Gerät mal angegriffen und vielleicht sogar gesperrt werden, können die Erpresser*innen dir nichts anhaben, wenn du deine Daten vorher in Sicherheit gebracht hast.
Wichtig: Solltest du trotzdem mal von einem Angriff auf deine IT-Systeme betroffen sein: Wende dich an die Polizei! Auch schon dem leisesten Verdacht, dass du in kriminelle Machenschaften verwickelt sein könntest, solltest du nachgehen. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und „Cybgergewalt“ wird immer stärker geahndet!